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Von der ersten Zeit des Schlosses zu Crossen - die Burg Croszna

Die Burg zu Crossen fand am 27. Januar 1272 seine erste urkundliche Erwähnung. Ebenso wie viele andere, die in diesem Zeitraum erbaut wurden, erhielt sie keinen Namen, sondern wurde einfach nur "Burg zu Crossen" genannt.
Sie diente zur besseren Überwachung der Einwohnerschaft, zur Verteidigung und als Wohngebäude, wobei zu ihr sowohl sämtliche Stallungen mit landwirtschaftlicher Nutzung als auch Räume für das Gericht nebst Gefängnissen (Burgverliesen) gehörten.

In der Chronik des Ortes wird die Burg als enges Gebäude mit beschränktem Platz und hohen Mauern beschrieben, welches einen zusammengedrängten Wirrwarr aus Häusern und Ställen bildete. Vorerst gab es in der Burg nur Fenster ohne Glas, die nur mit Läden verschlossen wurden. Im Inneren befanden sich gewölbte Decken, steinerne Fußböden und Sitzplätze, welche an den Wänden befestigt waren. Eine Heizung gab es nur in sehr wenigen Räumen und so wurden die großen Hallen, die zum Wohnen, Essen und zu Versammlungszwecken dienten, mit einem Feuerplatz in der Mitte des Raumes beheizt, es wurden Speisen zubereitet und der Raum erleuchtet. An der Westseite der Burg befand sich ein tiefer, breiter Wallgraben und eine hohe Mauer. Die Wohngebäude schlossen sich direkt an den Turm an. Drei andere Türme, welche sich nördlich und nordöstlich des heutigen Turmes befunden haben sollen, dienten ebenso zu Wohn- und Verteidigungszwecken. Heute betritt man den Schlosshof durch einen Durchgang, der zur Zeit des Bestehens der Burg, allerdings noch nicht vorhanden war. Dafür war dort ein Gebäude mit Freitreppe, welches zum Turm emporführte.
Außerdem gehörte zu der ehemaligen Burg eine katholische Burgkapelle und ein Begräbnisplatz, deren Standort bis heute im Dunkeln liegt.

Um die Burg herum erstreckte sich der Burgbezirk, welcher von Burgvögten, später Amtsmänner genannt, verwaltet wurde. In diesem lebten unfreie Leibeigene, die mit Grund und Boden belehnt waren und für ihren Lehnsherren Wach-, Waffen- und Kriegsdienste verrichteten und im Gegenzug dafür den Schutz ihres Eigentums in der Burg und die Möglichkeit sich in der Not in diese zu flüchten, genossen.

Bis heute konnte von der Burg Croszna leider nur noch der Schlossturm erhalten werden.

Die erste urkundliche Erwähnung für eine Bautätigkeit an der Burg fällt in die Zeit von Wolf Ernst von Wolframsdorf. Seit dieser Zeit wird die Crossener Burg, "Schloss zu Crossen" genannt.