Von der Geschichte Crossens

995 Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Crossen; Schenkung des Bezirkes Pozonna mit Croszna durch Otto III an den Zeitzer Bischof Hugo II
ca. 1280 Bau der ersten und ältesten Ortskirche
um 1400 Kapelle erbaut im gotischen Stil
24.07.1430 Einäscherung des Ortes durch die Hussiten
1506 Urkundliche Erwähnung einer Baderei in Crossen; Zerstörung dieser und Raub der kupfernen Pfanne im 30jährigen Krieg
1537-41 Im Zuge der Gegenreformation und im Zusammenhang mit dem Bauernkrieg Zugehörigkeit Crossens zu Bayern
1550 Schule erbaut
1561 kauft Bischof Julius den Ort Nickelsdorf von Günther von Bünau zu Quesnitz
1579 wurde unter der Regierung des Kurfürsten der Floßgraben erbaut
1584 Bau des oberen und unteren Floßhauses in Trebnitz
1585 Schenkung Crossens mit all seinen Rechten und Nutzungen durch Kurfürst August von Sachsen an Wolf Ernst von Wolframsdorf für seine "treuen Dienste" als Hauptmann.
1588-1624 ließ Wolf Ernst von Wolframsdorf die Burg fast neu erbauen; von dieser Zeit an wurde es als Schloss bezeichnet.
1599 Neuaufbau von Nickelsdorf
um 1600 Kapelle vergrößert
1604 Bau der Kirche und des Spitals
1605 Gründung eines Sängerchores und einer Kirchenmusikkapelle durch Wolf Ernst von Wolframsdorf
1640 Crossen wird durch die Schweden abgebrannt, nur Kirche und Schule bleiben erhalten
1662 Zwangsversteigerung des Schlosses und Erwerb durch Hans Abraham Stange
1665 Hochwasser und zusätzliche Überschwemmung durch 4000 Klafter Scheite Holz der Flößerei, die das Wasser stauten.
1672 Abbrennen des Schulhauses
1697 Eröffnung des ersten herrschaftlichen Gasthofes "Weißes Roß" - Postpferdewechselstation
1700 Großkaufmann und Ratsherr von Leipzig, David von Fletscher, erwirbt das Schloß und baut es zum Barockschloss um - Anlegung des Festsaales mit wertvollem Stuck- und Freskenschmuck.
1718 Umbau des Küsterhaus als Schule
1718 Schaffung einer Maurerinnung
1724 Übergang des Schlosses in den Besitz des Grafen von Flemming (Jakob Heinrich Reichsgraf von Flemming, Kabinettsminister, Generalmarschall und Generalpostmeister des polnischen und sächischen Landes).
1744 Bau des Eisenhammers am Töpferteich von Gottfried Kopp. Später wurde er zu einer Walk- und Lohmühle umgebaut.
1777 Einführung der Salzsteuer
1780 Anlegung des Schlossparkes und des Teiches mit einer kleinen Insel; 1949 wurde er zum Sportplatz umgestaltet
1788 Erlass einer neuen Feuerlöschordnung und durch König August einer Bauordnung
1837 Bau einer zweiten Schule (jetziger Kindergarten)
1858 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Weißenfels-Gera; Der Bahnhof wurde außerhalb des Ortes errichtet
1859 Errichtung der Post
1867 Bürgermeister Blechschmidt ließ Wasserleitung legen, Straßen pflastern und das Bachbett mauern. Graf von Flemming lieferte den nötigen Kies, um kleine Teiche und Tümpel zuzuschütten.
1874 Kriegerdenkmal "Germania" erbaut
1876 Erwerb des alten Eisenhammers durch den Kinderwagenfabrikanten Dauterstädt. Dieser baute das Gebäude nach einem Brand 1888 zu einer Kinderwagenfabrik um.
1876 Entstehung der Zigarrenfabrik von Küchler & Hofmann, der landwirtschaftlichen Maschinenfabrik Kretschmann, Dampfdrechslerei Reichert und Kaufhaus Börner.
1877 Errichtung eines Telegraphen
1878 Schulanbau
1880 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Eisenberg-Crossen
1889 Errichtung einer Kleinkinderschule durch Edmund von Flemming. Sie wurde nach seiner Frau Clementine benannt.
1892 Graf Edmund von Flemming ließ eine neue Wasserleitung aus Eisen legen.
1898 Errichtung einer Bücherei
1908 Elisabeth von Heyking erbt das Schloß. Sie war eine berühmte Schriftstellerin ("Briefe, die ihn nie erreichten"). Sie starb 1925 und wurde am 10. Januar 1925 in der Schlosskapelle beigesetzt.
1925 Baron Edmund von Bockum-Dollfs erbt das Schloss. Er plünderte es aus und ließ es zerfallen.
1937 Zwangsversteigerung nach totaler Verwahrlosung; Erwerb durch Rudolf Zersch, Brauereipächter aus Bad Köstritz. Nach seinem Tode: Vermietung an die Wehrmacht als Versorgungslager durch seine Frau
1938 Eröffnung der Crossener Bank
1940 Eröffnung der Volksbank
1945 Einmarsch der Amerikaner, wenige Wochen später der Sowjetarmee, Auflösung und Plünderung des Heereslagers auf dem Schloss.
1946 Nutzung des Schlosses als Umsiedlerauffanglager und Schaffung von Wohnraum
ab 1949 Nutzung des Schlosses für Unterricht
1953 Gründung des Institut für Lehrerbildung im Schloß (bis 1991)
1953 Entstehung des Neubaugebietes Crossen-West und Bau der neuen Schule
1978 Bau der Turnhalle
1984 Fertigstellung eines Schulanbaus
1991 Entstehung eines Gewerbe- und Industriegebietes
1995 Crossen feiert sein 1000-jährige Bestehen